Pflanzenöle finden
in der Natur in
der Regel Verwendung als Energiespeicher für das Saatgut.
Aufgrund der hohen Energiedichte und der guten chemischen
Stabilität
besteht daher eine hohe Vielfalt der natürlichen Anwendungen.
Es gibt weltweit mehr als 2000 verschiedene Ölsaaten, jeweils
angepasst auf die lokalen klimatischen Bedingungen.
Als Kulturpflanzen den menschlichen Bedürfnissen der
Ernährung angepasst haben sich einige Arten als besonders erfolgreich
für den großflächigen Anbau herausgestellt. Dazu
gehören unter anderem (nach weltweiter Produktionsmenge 2006 sortiert):
Palmöl (~ 39 Mio
Tonnen – Ölgehalt 45 bis 50% - Plantagenwirtschaft)
Sojaöl (~ 36 Mio Tonnen Öl – Vorwiegend als Proteinlieferant
verwendet, da nur 20% Ölgehalt – einjährige Pflanze)
Rapsöl (ca. 18 Mio Tonnen Öl
– Ölgehalt 30 bis 40 %)
Sonnenblumenöl (11
Mio Tonnen Öl
– Ölgehalt ~ 45%)
Die 6 wichtigsten
Anbauländer für
Rapsöl sind (ungefähre Angaben):
China (7 Mio ha)
Indien (6,7 Mio ha)
Kanada (5 Mio ha)
Deutschland (1,3 Mio ha)
Australien (1,1 Mio ha)
Frankreich (1,1 Mio ha)
Sojaöl wird vor
allen Dingen in
Nord- und Südamerika produziert. 80% des weltweiten
Palmöles
wird in Malaysia und Indonesien produziert. Pflanzenöle werden
für die direkte menschliche Ernährung und mit stark
wachsendem Bedarf auch zur technischen Nutzung produziert. Aufgrund
der chemisch-physikalischen Ähnlichkeiten zum fossilen Diesel
sind Sie für die heutige Dieselmotorentechnik gut als
Ersatzbrennstoff geeignet. Politisch stellt die neu entstehende
Pflanzenölwirtschaft die Mineralöl-Kartellstrukturen
in
Frage. Massive Widerstände gegen diese einfachen und
effizienten
Dieselersatzbrennstoffe gibt es daher von Regierungen und
Interessengruppen der Mineral- und Lebensmittelindustrie.
Weltweit
allerdings lässt sich bei entsprechenden Anstrengungen der
gesamt Welt-Erdölbedarf landwirtschaftlich und dezentral
produzieren.